KI im Bankwesen: Intermediation, Automatisierung und Abhängigkeit

KI ist im Bankwesen längst nicht mehr auf einzelne Pilotprojekte beschränkt. Sie verändert bereits die Finanzintermediation und die Arbeitsabläufe und wirft neue Fragen zur Verantwortung für KI-gestützte Entscheidungen auf. In diesem SFI Roundup diskutieren fünf Experten aus Wissenschaft und Praxis die Auswirkungen von KI auf das Bankwesen. Ein messbarer Nutzen entsteht nur, wenn Banken ihre Prozesse neugestalten und in deren laufende Kontrolle investieren. Neue Marktteilnehmer können zwar dieselben KI-Werkzeuge nutzen. Vertrauen, Beziehungen und die Fähigkeit, KI-Antworten zu überprüfen, bleiben für Kundinnen und Kunden jedoch Gründe, für Bankdienstleistungen zu bezahlen. Die Experten weisen zudem auf Risiken hin, die weniger Beachtung finden: korrelierte Fehler über Institutsgrenzen hinweg, Europas Abhängigkeit von ausländischen Anbietern und die Schwächung des menschlichen Urteilsvermögens. In einem Punkt sind sie sich einig: Wenn eine Entscheidung schiefgeht, müssen Menschen weiterhin die Verantwortung tragen.
Zu Wort kommen Dr. Gianluca De Nard, Leiter des Bereichs Systematic Strategies bei der Zürcher Kantonalbank; SFI Prof. Markus Leippold, Professor für Financial Engineering an der Universität Zürich; Christophe Makni, Leiter des Bereichs Daten, Automatisierung und KI bei der Migros Bank; Dr. Fernando Perez-Cruz, Seniorberater für Innovation bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich; sowie SFI Prof. Norman Schürhoff, Professor für Finanzwirtschaft an der Universität Lausanne.
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